Technik - Medien

»Wunschmaschine Netzneutralität« auf der re:publica 2011

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Ihr habt gefragt -- und ich nutze die Gelegenheit, das alte Blog mal zu reaktivieren.

Anbei gibt es die Folien zum Workshop »Wunschmaschine Netzneutralität« auf der re:publica XI. Von den Folien bleiben ohne Erklärungen wie so oft... die Bilder. Viel Spaß damit!

Bei Gelegenheit schreibe ich dann noch ein wenig mehr.

»Schwärme: Kollektive ohne Zentrum. Eine Wissensgeschichte zwischen Leben und Information«

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»Schwärme: Kollektive ohne Zentrum. Eine Wissensgeschichte zwischen Leben und Information«

Was kommt nach den Netzwerken? Dieser Frage widmet sich ein frisch erschienes, äußerst lesenswertes Buch zur Wissensgeschichte der Schwärme. Es gehört zu den seltenen Exemplaren der Gattung "wissenschaftlicher Sammelband", in der das ganze mehr als die Summe seiner einzelnen Papierteile darstellt. Und genau dieses Phänomen – das emergente Ganze des Schwarms, das ein 'mehr' gegenüber den Bewegungen des einzelnen Menschen/Tiers darstellt – ist einer der zentralen Bezugspunkte von "Schwärme. Kollektive ohne Zentrum".

Im Mittelpunkt stehen dabei zum einen die anthropologische Frage einer Verschiebung zwischen Mensch und Tier im Zeichen des Schwarms. Zum anderen geht es um das epistemologische Phänomenen der (Un-)Berechenbarkeit des Lebendigen. Jeder einzelne der Beiträge bewegt sich so in einem komplexen Feld zwischen Literatur- und Kulturwissenschaft, Medien- und Wissenschaftsgeschichte. Der jüngsten Konjunktur des Schwärmens von der Militärstrategie bis zum 'Trendtag Schwarmintelligenz' setzt das Buch so eine historisch differenziertes, vielstimmiges Bild entgegen. Als besonderer Höhepunkt erweist sich dabei die erstmalig auf Deutsch vorliegende Übersetzung von "Networks, Swarms, Multitudes" – jenem Text, mit dem der amerikanische Medienwissenschaftler Eugene Thacker 2004 die internationale Reflexion über das Phänomen Schwarm beflügelt hat. Fazit: Lesen!

Gerhard Fröhlich: »Netz-Euphorien. Zur Kritik digitaler und sozialer Netzwerkmetaphern« (1996)

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Gerhard Fröhlich bereits 1996 publizierter netzkritischer Text ist nach wie vor sehr lesenswert.

Die gedruckte Fassung findet sich in: Gerhard Fröhlich, "Netz-Euphorien. Zur Kritik digitaler und sozialer Netz(werk)metaphern", in: Philosophie in Österreich 1996, Hrsg. Alfred Schramm. Wien: Hölder-Pichler-Tempsky, 1996, S. 292-306. Online unter: www.iwp.jku.at/lxe/wt2k/pdf/Netz-Euphorien.pdf.

(...) Netze haben als Symbole in verschiedenen Kulturen eine lange Tradition, vor allem als Symbole des Einfangens und Sammelns:

Jens Meichsner: »Netzwerk und Internet«

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Beschäftigen wir uns heutzutage mit Netzwerken im Allgemeinen, kommen wir kaum darum herum uns im Speziellen auch mit dem Internet auseinanderzusetzen. Denn das globale Computernetzwerk, so scheint es mir, ist zugleich Ausgangspunkt und Zentrum wissenschaftlicher Netzwerktheorien und Wissensmodelle. Zwar wurde ohne Frage bereits weit vor Erfindung und Etablierung des Internets in der Wissenschaft über Netzwerke geschrieben und theoretisiert, aber nie mit einem solch universellen Anspruch, wie es im beginnenden 21. Jahrhundert der Fall ist: Fast alles wird in Netzwerkstrukturen gefasst oder, wie ein Netzwerkkritiker sagen würde, gepresst. Ich möchte mich im Folgenden allerdings weniger kritisch mit universellen Netzwerktheorien allgemein auseinandersetzen. Vielmehr liegt es mir daran, das Internet als Netzwerk selbst ins Visier zu nehmen.

Roman Hanig: »Die Herde der elektrischen Schafe oder das Netzwerk der Computerträume«

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Roman Hanig: »Die Herde der elektrischen Schafe oder das Netzwerk der Computerträume«

Träumen Androiden von elektrischen Schafen?

So lautete der Titel eines Science-Fiction-Romans von Philip K. Dick aus dem Jahre 1968. Der Autor erschafft darin eine Welt, in der die Bionik inzwischen soweit fortgeschritten ist, dass sie menschenähnliche Roboter, so genannte Androiden, herzustellen im Stande ist. Dick geht dabei der Frage nach, was genau den Menschen eigentlich als solchen ausmacht und von seinen eigenen, beinah perfekten Nachbauten überhaupt (noch) unterscheidet. Er kommt zu dem Schluss, dass es nicht die Intelligenz ist, denn gerade auf diesem Gebiet laufen die Androiden den Menschen zunehmend den Rang ab, sondern die Empathie, das menschliche Einfühlungsvermögen.

Charles Joseph Minard: Karte des europäischen Eisenbahnnetzwerks, 1862

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Charles Joseph Minard: Karte des europäischen Eisenbahnnetzwerks, 1862

Aus: Marc Desportes and Antoine Picon, De l'espace au territoire: L'amènagement en France XVIe-XXe siècles [Paris: Presses de l'École Nationale des Ponts et Chaussées, 1997], Seite 87.
Collection École Nationale des Ponts et Chaussées.

André Guillerme: »Réseau: Genèse d'un mot«

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Ein zusammenfassender Artikel zur französischen Geschichte des Begriffs »réseau« aus den Cahiers de la Médiologie Nr.3, 1997, S. 7-16.

Online als PDF verfügbar.