Quantitative Netzwerkanalyse

Das Buch zur »Verbundenheit der Dinge«

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Das Buch zur »Verbundenheit der Dinge«

Wenn alles klappt, erscheint im März 2014 das fertige Buch zur Kulturgeschichte der Netze und Netzwerke beim Berliner Kulturverlag Kadmos. Bis dahin ist noch einiges zu tun, über das ich gelegentlich auch hier bloggen werde.

Die Verbundenheit der Dinge. Eine Kulturgeschichte der Netze und Netzwerke

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Nachdem bei der Verteidigung der Doktorarbeit prompt das WLAN nicht funktionierte, hat die in Feinarbeit erstellte Prezi auch nicht laufen können. Aber online kann man sie sich jederzeit wieder anschauen, so wie sie eigentlich hätte aussehen sollen. Dass man mit Prezi auch eine Offline-Kopie seiner Präsentation erstellen kann, ist in solch einem Fall wirklich nützlich.

Sechster Workshop Historische Netzwerkforschung

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Vom 18. bis 20. Mai 2012 fand in Dresden der nunmehr sechste Workshop zur Historischen Netzwerkforschung statt. Leider konnte ich selber nicht mit dabei sein. Umso schöner ist, dass Marten Düring vorzügliche Screencasts der Vorträge online gestellt hat. Besonders interessant finde ich den Beitrag von Florian Kerschbaumer, der eine eher epistemologische Herangehensweise gewählt hat. Faszinierend ist dabei auch, dass die naturhistorischen Tableaus, die als frühe Netzwerkvisualisierungen gelten können, mittlerweile auch in Soziologie und Geschichtswissenschaft als solche wahrgenommen werden (hier ein Artikel dazu).

Ansonsten bestätigt sich hier einmal mehr der allgemeine Zug zur Netzwerkanalyse in der Geschichtswissenschaft. Auch wenn ich selber eher an der Historisierung des Netzwerkwissens arbeite, ist die methodische Konjunktur mittlerweile unübersehbar. Ans Herz gelegt seien deshalb insbesondere die Beiträge des Workshops, die auf konkrete Fallstudien setzen (Malte Rehbein, Antonia Landois, Christoph Kudella, Daniel Reupke, Martin Skoeries, Marten Düring). Zur weiteren Einordnung des Forschungsparadigmas empfiehlt sich Matthias Bixlers Beitrag, der einen kritischen Blick auf Verflechtungsanalyse, Historische Soziologie und Historische Netzwerkforschung wirft. Seiner These, dass Historische Netzwerkforschung keine Angelegenheit nur einer einzigen Disziplin sein kann, bleibt noch einiges an Zusammenarbeit hinzuzufügen.

... crosspost ...

Sechster Workshop Historische Netzwerkforschung, Dresden

"Von der Tücke des Objekts – Werkstattgespräche zu theoretischen und methodischen Herausforderungen in der Historischen Netzwerkforschung"

18.-20. Mai 2012 im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, Dresden

Historische Netzwerkanalysen - Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 1/2012

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Die hoch geschätzte, für kulturwissenschaftliche Impulse immer offene Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften stellt ihre aktuelle Ausgabe 1/2012 unter den Titel "Historische Netzwerkanalysen". Dies knüpft an die immer mehr spürbare Bewegung der Geschichtswissenschaften in Richtung Sozialer Netzwerkanalyse an. In der Tat warten einige Beiträge mit dem Einsatz von formaler Social Network Analysis (SNA) auf. Ausführlich lässt die aktuelle Forschung in diesem Bereich in Marten Dürings Bibliografie zum Thema nachvollziehen.

Die Herausgeber des Heftes, Albert Müller und Wolfgang Neurath, positionieren sich mit ihrer Einleitung gewitzt. Ihre Darstellung zur diskontinuierlichen Geschichte der sozialen Netzwerkanalyse ist allemal lesenswert (und zum Glück auch online verfügbar). Dass hier österreichische Akteure wie Heinz von Foerster, Otto Neurath und Jacob Levy Moreno zu ihrer Ehre kommen, versteht sich von selbst. Erfreulich ist auch, dass die französische Historikerin Claire Lemercier mit einem Artikel vertreten ist. Ich habe es leider selber zeitlich nicht geschafft, mit beizutragen. So fehlt nun - auf den ersten Blick - ein Artikel, der auf die Historizität des Netzwerkens als raumgreifender Praktik und Kulturtechnik eingeht. An der freudigen Lektüre hindert dies aber nicht.

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