Der angehängte Artikel im PDF-Format [1] ist erschienen in: Netzwerke. Eine Kulturtechnik der Moderne, Hg. Barkhoff/Böhme/Riou, Köln 2004, S. 17-36.
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Aus der Einleitung:
„(...) der semantische Kern von ,Netz‘ ist dinglich: das Spinnennetz und das Fischernetz. Netze haben eine natürliche oder technische Genese. Hinsichtlich von Netzen taugt also die systematische Unterscheidung von Natur und Kultur nicht. Sowohl materielle Dinge wie symbolische Objekte können Netze bilden. Netze sind selbst konkrete Objekte oder abstrakte Konstruktionen systemischer Zusammenhänge. Netze sind immer Netzwerke, erga oder Produkte, egal ob sie von Bakterien, Ameisen oder Spinnen, von Nachbarschaften, Frauen, Wasserbau-Ingenieuren oder Informatikern hergestellt werden. ,Vernetzen‘ ist ein basaler modus operandi von Natur wie Kultur. Wenn Kant vorsichtig von einer „Technik der Natur“ spricht, so findet dies vor allem Anwendung auf das ebenso natürliche wie artifizielle Produzieren von Netzen. Technik hat ihr Wesen nicht, wie Heidegger meint, darin, dass sie Gestell ist, sondern Vernetzung. Darin ist sie gerade nicht der Gegensatz zur Natur. Nur was vernetzt ist, ist überlebensfähig und produktiv, in Natur wie Gesellschaft, vom Einzeller bis zum Computer.“
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